| Josef
Vierziger | Gaby Glück | Friedrich Liebmayer | Conny | Giovanni |
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Major Dr. Josef Vierziger ist Polizist aus Leidenschaft und mit Sendungsbewusstsein. Wäre es nach seinem Vater gegangen, stünde er heute allerdings hinter der Theke des elterlichen Wirtshauses in der Gegend von Grieskirchen. Gottseidank erkannte aber der Dorfpfarrer die Fähigkeiten des kleinen Ministranten Pepi und brachte dessen Vater mit viel Überredungskunst dazu, den Buben auf's Gymnasium zu schicken. So kam es, dass der junge Josef Vierziger im Internat einer geistlichen Bildungsanstalt in Linz landete. Das Ziel des Pfarrers, aus Pepi dereinst einen Berufskollegen zu machen, erfüllte sich trotzdem nicht: Der schrieb sich nämlich nach der Matura in der Polizeischule ein und begann nebenher Jus zu studieren. Auf diese Weise ging nicht nur dem Himmel ein Priester verloren, sondern es fand auch eine Jahrhunderte alte Linie von Wirten in den Reihen der Vierzigers damit ein Ende. Diese Linie von Wirten lässt sich über mehr als 150 Jahre zurückverfolgen, bis zu einem gewissen Giuseppe Quaranta – was nichts anderes heißt als eben Josef Vierziger. Im Jahr des Herrn 1846 – es war das Jahr, in dem der Eisenbahndamm von Mestre nach Venedig entstand – wurde dem Bürger Giuseppe Quaranta, gebürtig aus der Provinz Puglia, das Kaiserlich-königliche Privileg gewährt, im Sestiere Cannaregio eine Osteria zu betreiben. Es scheint eine einträgliche Sache gewesen zu sein, der Wirt Quaranta gelangte zu bescheidenem Wohlstand und heiratete 1854 eine gewisse Amalie Niederbauer, das Dienstmädchen eines in Venedig stationierten Offiziers der K&K-Besatzungsarmee. Einige Jahre später – die Zeiten begannen unsicher zu werden – wanderte die Familie Quaranta (mittlerweile hatten sich fünf Kinder eingestellt) nach Norden, in die Heimat der Amalie. Man ließ sich im Salzburgischen nieder und betrieb – wie könnte es anders sein – wieder eine kleine Gastwirtschaft. Um zu bezeugen, wie sehr er sich seiner neuen Umgebung verbunden fühlte, ließ Giuseppe Quaranta seinen Namen eindeutschen und nannte sich fortan Vierziger, ein bis heute in Österreich sehr seltener Name. Einen seiner Nachkommen hat es dann bis ins Oberösterreichische verschlagen, wo sich der Kreis zu Dr. Josef Vierziger endlich schließt. Vielleicht erklärt diese Familiengeschichte ja auch den Hang des Polizeimajors zu gutem Essen, zum Kochen und auch seine Affinität zu Venedig. In
seiner
Freizeit
spielt
Vierziger in der 69-Swing-Combo Klavier und
manchmal – wenn Not am Mann ist – auch ein wenig Klarinette.
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Dr.
Gaby Glück hat einen
jungen, unverbrauchten Idealismus und glaubt noch an die Gerechtigkeit
auf Erden. Aber auch ihr war die Laufbahn einer Polizistin nicht in die
Wiege gelegt. Ihre Mutter verbringt als Bankangestellte ihre Tage,
während ihr Vater dereinst als Rockmusiker und jetzt als Vermieter
von Bühnenanlagen seine Brötchen verdient. Gaby schien eher
auf den Spuren ihrer Mutter zu wandeln – sie besuchte die
Handelsakademie und wollte danach Betriebswirtschaft studieren.
Lediglich ihren Hang zu nicht ganz konventioneller Kleidung und ihre
Liebe zu Motorrädern scheint ein Erbteil ihres Vaters zu sein.
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| Dr. Friedrich Liebmayer,
Jahrgang 1945. Er ist etwa 1,80 groß, schlank, seine mittlerweile
ergrauten und stellenweise schon weißen Haare trägt er sehr
kurz geschnitten. Eigentlich gebürtiger Tiroler, nach dem Krieg kamen seine Eltern nach Oberösterreich. Sein Vater hatte eine Praxis als Landarzt in einer kleinen Gemeinde im Süden von Linz, die Mutter – vor ihrer Heirat Lehrerin – arbeitete in der Praxis als Sprechstundenhilfe. Beide Elternteile sind schon vor Jahren verstorben. Liebmayer absolvierte seine Gymnasialzeit im damals so genannten Hummelhof-Gymnasium, einem umgewidmeten alten Vierkanthof in der Nähe der heutigen Stadtautobahn. Mittlerweile existiert die Schule an dieser Stelle nicht mehr. Nach der Matura studierte er in Innsbruck Medizin. Schon während der Studienzeit genoss er den Ruf, ein Eigenbrötler zu sein. Die Hinwendung zur Pathologie war die logische Folge. So charmant er Frauen gegenüber auch sein kann, zu mehr als belanglosen Geplänkel hatte es der Mediziner nie kommen lassen. Er lebt als überzeugter Single und hat als solcher eine gewisse schrullige Art entwickelt, die sich insbesonders in einer zuweilen etwas zynischen Sichtweise auf seine Umgebung äußert. Als Opernliebhaber kennt er fast alle gängigen Werke auswendig, und das im wörtlichen Sinne gemeint: Aus dem Stehgreif kann er jede Arie rezitieren und zum Teil sogar singen, ein Genuss, in den aber nur eine handverlesene Schar engster Freunde kommt, und auch das nur in den aller seltensten Fällen. Lediglich die Wagner‘schen Heldenepen kann er partout nicht ausstehen. Darüber hinaus ist er ein beschlagener Literaturkenner. Major Josef Vierziger liebt die tiefsinnigen und teilweise recht sarkastischen Gespräche mit Dr. Liebmayer, zu denen es leider mangels Gelegenheiten nur alle „heiligen Zeiten“ kommt. Seit über 25 Jahren leitet er das Institut für Gerichtsmedizin in Linz. Zeitweise bringt er eine übertriebene Bewunderung für Mörder auf, die ihr Geschäft auf besonders raffinierte Art betreiben. |
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Conny, Jahrgang 1961, Absolventin einer
Höheren Bildungsanstalt für wirtschaftliche Berufe, hatte
nach ihrer Ausbildung verschiedenste Jobs in der Tourismusbranche,
arbeitete als Reisebegleiterin in Italien und Griechenland. Heute
besitzt sie ein kleines Reisebüro, in dem sie hauptsächlich
Studienreisen rund um das Mittelmeer anbietet.
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| Giovanni Vetrino war Kellner
im Angelo Azzurro, einem Lokal, mit dem Gaby Glück in ihrem ersten
Mordfall zu tun hatte. In diesem Kriminalfall wurde seine Chefin und
damalige Besitzerin des Angelo Azzurro ermordet – Giovanni hat das
Lokal übernommen und führt es (manchmal mit Gabys Hilfe)
weiter. Ihn hat es aus Sizilien der Liebe wegen nach Linz verschlagen. Die Liebe ist gegangen – Giovanni ist geblieben. Bevor er zu kellnern begonnen hatte, schlug er sich mit allen möglichen Gelegenheitsjobs mehr schlecht als recht durchs Leben und studierte so eher nebenher Betriebswirtschaft. Im Zuge der Ermittlungen im Fall der blonden Vietnamesin (bekannt auch als der Fall der „Tödlichen Liebe“) verdreht er Gaby ihren hübschen Kopf. |
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| Autor | Krimis |
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